Speak German

15. November 2008 um 19:34 Uhr von Ralf Kosub

Wo befinden wir uns, wenn der Human Ressources Manager den City Call auf seinem Handy beendet und den Service Point anstrebt? Na klar: in Deutschland natürlich. Die Flut von englischen Wörtern und Wendungen ist in deutschen Landen mittlerweile Normalzustand und ebbt nicht ab. Diesem Thema widmet sich das neue Buch „Speak German! Warum Deutsch manchmal besser ist“ von Wolf Schneider. Die Frage des Autors: Wäre weniger nicht mehr?

Eine Frage, die der Autor mit einem klaren „Ja“ beantwortet. Mit vielen guten Gründen fordert er zur Mäßigung auf. Ein Grund von vielen, aber einer der insbesondere Werber, Unternehmen und Medien nachdenklich stimmen sollte: Rund 60 Prozent der Deutschen können gar kein Englisch. Dass hier Sender- & Empfänger-Probleme vorprogrammiert sind und dass hier so mancher Schuss nach hinten losgehen kann, haben die Ergebnisse der Endmark-Studie eindrucksvoll belegt (MarketingGuerilla-Bericht vom 16. März 2008: "Englische Werbung und böhmische Dörfer").

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Buchtipp: Handwerk

2. September 2008 um 20:33 Uhr von Ralf Kosub

Eine fulminante Kulturgeschichte unseres Verhältnisses zur materiellen Welt - ein ebenso überraschendes wie notwendiges Plädoyer, sich wieder auf die Welt der Dinge und der Arbeit einzulassen.

Wenn Richard Sennett, einer der herausragenden Soziologen und Kulturphilosophen der Gegenwart, von Handwerk oder handwerklichem Können spricht, so meint er mehr als nur technische Praxis. Er beschreibt damit einen fundamentalen menschlichen Impuls, das Bestreben, eine Tätigkeit um ihrer selbst willen gut zu machen. Auch ein Arzt, Erzieher, Künstler oder Linux-Programmierer kann - und sollte - “sein Handwerk verstehen”.

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Puzzle war gestern – Die Welt von morgen braucht vor allem Eines: Kreativarbeiter!

21. Juni 2008 um 18:53 Uhr von Liesel Pusacker

„Und sie bewegt sich doch.“ Zum neuen Buch von Imke Keicher mit Kirsten Brühl über die Veränderung der Arbeitswelt.

Standardjobs mit vorhersehbaren Standardkarrieren haben zukünftig ausgedient. Zumindest für die meisten. Das Arbeitsleben befindet sich heute in einer Phase des immer schnelleren, ständigen Wandels. In ihrem neuen Buch beschreiben Imke Keicher und Kirsten Brühl informationsreich und unterhaltsam, was die Qualitäten der Arbeitenden von morgen ausmacht. Vom „Lebensunternehmer“ ist die Rede, der im Kreativen Zeitalter sich selbst und seine Arbeit gestaltet.

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Buchtipp: Die Welt ohne uns

2. Juni 2008 um 11:28 Uhr von Ralf Kosub

Buchcover „Man liest dieses Katastrophenszenario mit wachsender Faszination“ (FAZ)

Wie sähe die Welt aus, wenn der Mensch plötzlich und ungeplant von der Bildfläche verschwunden wäre? Beispielsweise nächste Woche Freitag. Würde es im Zeitablauf überhaupt noch Spuren vom Menschen geben? Und was, wenn überhaupt, würde eigentlich übrig bleiben?

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Professionell Texten

4. Mai 2008 um 10:01 Uhr von Winfried Braun

Michael Schmuck, Journalist aus Berlin, plädiert für eine klare Sprache mit wenig Fach- und Fremdwörtern. Er führt in seinem Buch den Leser Schritt für Schritt zum professionellen Texten. Dabei erklärt er die zehn zentralen Regeln für klare Sprache. Wortwahl, Textaufbau und Gliederung, journalistische Darstellungsformen werden ebenso analysiert, wie Unternehmenstexte: von der Pressemitteilung über Kundenbriefe bis zum Werbetext. Zudem gibt Schmuck wertvolle Hinweise zu kreativen Methoden für das Texten von Überschriften.

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Marketing mit kleinem Budget

21. April 2008 um 19:38 Uhr von Winfried Braun

Passend zum Vortrag von Sascha Frenz über das Thema “Marketing für das kleine Budget” hier ein Literaturtipp der wahrscheinlich für begeisterte Leser sorgt.

Wieso ist es schwierig, den richtigen Kunden zu ködern? Weshalb haben manche Unternehmer nur einen mickrigen Hering an der Angel, obwohl sie doch einen kapitalen Hecht an Land ziehen wollten? Wieso haben manche Käufer ein schnelles Verfalldatum? Und warum ist es bei bestimmten Kundenbeziehungen schwieriger, sie am Leben zu erhalten?

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Das Glück liegt in der Unerreichbarkeit

20. April 2008 um 18:16 Uhr von Liesel Pusacker

Miriam Meckel über Wege aus der Kommunikationsfalle

Die St. Gallener Professorin Miriam Meckel beschäftigt sich in ihrem neuesten Buch mit einem aktuellen Kommunikationsproblem, nämlich dem Versuch und Verlangen vieler Zeitgenossen, immer und überall (und für jeden) erreichbar zu sein. Ständige Verfügbarkeit und Erreichbarkeit wird von vielen dabei mit Aufmerksamkeitsgewinn und dem Status der eigenen Person gleichgesetzt. Dass diese schleichende Eroberung unser Lebensgestaltung (nicht nur im Arbeitsalltag) sich längst im fortgeschrittenen Stadium befindet, eher Energien frisst anstatt zu schenken und schädlich fürs zwischenmenschliche Klima sein kann; zu diesem Fazit kommt die Autorin mit ihren Bestandsaufnahme. Und dazu: Dass wir Kommunikationspausen benötigen: zum Nachdenken, Erklären, Sich-Verständigen; auch einfach zum Abschalten.

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Liebe deinen Leser wie dich selbst

24. Februar 2008 um 17:33 Uhr von Ralf Kosub

Deckseite des Buches “Deutsch! Handbuch für attraktive Texte”Gutes Deutsch ist keine Ansichtssache – es lässt sich definieren. Seit Jahrzehnten lehrt Wolf Schneider PR-Fachleute und Journalisten, wie man Texte schreibt, die den Leser nicht loslassen. In seinem Buch „Deutsch! Das Handbuch für attraktive Texte“ zieht er die Summe seiner Erfahrung.

Mehr als die englische Invasion hat eine andere Entwicklung die Sprache der Gegenwart geprägt: Das Ansehen gedruckter Texte, welcher Art auch immer, ist drastisch gesunken. Die Hälfte der Jungen in Deutschland und ein Viertel der Mädchen lesen überhaupt nichts mehr (Stern 2004). Ein Drittel jener Deutschen, die noch lesen, liest grundsätzlich keine Texte mit langen Sätzen (Geo 2003). Die meisten Studenten sind es nicht mehr gewöhnt, „sich selbstständig in ein Thema einzuarbeiten; sie benötigen Animation“ (Spiegel 2003). Und nun gar heilige Schriften studieren, sich Sprachkunstwerken genießend hinzugeben, nach dem treffenden Wort fahnden, Sätze meißeln – das tut kaum noch einer. Allem Gedruckten und Geschriebenen bläst der Wind ins Gesicht. Lesen, mehr als ein paar flotte Zeilen lesen ist altmodisch geworden im Tanz der Pixel und Bits.

Wer also im 21. Jahrhundert noch gelesen werden, mit Wörtern Informationen transportieren, ja etwas bewirken will, der muss mehr investieren als seine Großeltern. Um Leser muss er werben, überlisten muss er sie. Möglichst interessante Stoffe muss er appetitlich servieren. Dies ist Thema des Buches, und dazu gehört vor allem zweierlei: der Wille, sich mit den einschlägigen Gesetzen, Regeln und Erfahrungen für attraktives Deutsch auseinander zu setzen, und die Bereitschaft, an seinen Wörtern und Sätzen zu feilen, ja notfalls sich mit ihnen abzuquälen. Wer seinen Text sogleich gut findet, bloß weil schließlich er selbst ihn geschrieben hat, der ist mit sehr geringer Wahrscheinlichkeit ein Genie und mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit ein weltfremder Zeitgenosse – falls er auf den Leser hofft.

Auch wenn die Erstveröffentlichung (2005) bereits einige Jahre zurück liegt, so hat es nichts an Aktualität verloren.  Es ist und bleibt das perfekte Tag-für-Tag-Handbuch für alle Öffentlichkeitsarbeiter, Werbetexter und Pressesprecher. Darüber hinaus sehr lesenswert für alle deren Anspruch über die zeitgenössische Powerpoint- und E-Mail-Kommunikation hinausgeht.

Wolf Schneider, Deutsch! Das Handbuch für attraktive Texte, Rowohlt Taschenbuch Verlag, Reinbek bei Hamburg, Februar 2007, ISBN 978 3 499 61993 9, Preis: 9,90 €

e-Book zum Thema Querdenken

8. Februar 2008 um 21:32 Uhr von Winfried Braun

Die Bergisch Gladbacher Unternehmensberatung consulteria hat das kostenlose e-Book “Querdenken 2008″ veröffentlicht.

Autorin Heike Kirchhoff berichtet über Unternehmen, die neue Produkte oder Geschäftsideen entwickelt haben, die sich von Wettbewerbs-Angeboten deutlich unterscheiden und sich so einzigartig positioniert haben.

Das Buch richtet sich sowohl an Marketing-Experten großer Unternehmen als auch an Inhaber und Angestellte kleiner und mittlerer Unternehmen. Es gibt Anregungen für die Suche nach pfiffigen Produkt- und Werbeideen.

Das Konzept der “Gurke in der Dose” wird zum Beispiel vorgestellt oder die Geschäftsidee von 1-2-3 Plakat, die es auch Privatpersonen und Kleinunternehmen ermöglichen, einzelne Plakatwände zu einem günstigen Preis zu buchen. Alle aufgeführten Beispiele zeigen Konzepte mit denen sich Unternehmen vollkommen neue Märkte oder Zielgruppen erschlossen haben.

Neben den Beispielen fasst jedes Kapitel die wichtigsten Fragestellungen, die zu dem neuartigen Konzept geführt haben, noch einmal zusammen. Hierdurch können Leser den Neuigkeitswert der Ideen auf ihre eigenen Geschäfts- und Produktkonzepte übertragen. Ergänzt wird das Buch durch eine mehrseitige Checkliste. Sie liefert interessante Anregungen, die es ermöglichen, im Geschäft neue Wege zu gehen.

E-Book und Checkliste können unter http://www.consulteria.de im Bereich “Magazin” kostenlos heruntergeladen werden.

Von Greypfurt, Gurgen und Ananässer

2. Februar 2008 um 16:40 Uhr von Ralf Kosub

Umschlag des Buches Happy AuaWundersames aus der Welt der Werbung. Ein echter Leckerbissen …

Speisekarten sind besonders gefährdet, und Werbeprospekte gibt es eigentlich nie ohne. Ein fehlerfreies Hinweisschild ist eine Rarität, und die Tageszeitungen beliefern uns kostenfrei mit den neuesten Nachrichten aus Politik, Kultur und Sport: die kleinen Verschreiber, die falsch gesetzten Apostrophe, die gefühlten Kommas, die missverständlichen Anweisungen und die unfreiwillig komischen Wortgebilde. Da wird der Müll nicht mehr nach Bioabfall, Glas oder Verpackung getrennt, sondern zwischen Restmüll und Mieter unterschieden. Wer feiert Hallowien? Und wo bekommt man diese süßen Sweet-Shirts? Bei Schnitel mit Championg und Pharmaschinken vergeht uns der Appetit, aber glücklicherweise nicht der Humor.

Seit Bastian Sick seine Internet-Kolumne “Zwiebelfisch” schreibt, erreichen ihn täglich die mal komischen, mal erschreckenden Entdeckungen seiner Leserinnen und Leser. Diese Fundstücke hat er zusammengestellt und mit Kommentaren versehen. Herausgekommen ist das bizarrste Deutschlesebuch der Welt.

Bastian Sick, Happy Aua – Ein Bilderbuch aus dem Irrgarten der deutschen Sprache, Kiepenheuer & Witsch, Köln, 2007, ISBN 978-3-462-03903-0, 9,95 €

Informationen zum Autor:
Bastian Sick, Jahrgang 1965, Studium der Geisteswissenschaft und Romanistik, Tätitkeit als Lektor und Übersetzer; von 1995 - 1998 Dokumentationsjournalist beim SPIEGEL-Verlag, ab Januar 1999 Mitarbeiter der Redaktion von SPIEGEL ONLINE. Dort seit Mai 2003 Autor der Kolumne “Zwiebelfisch”.