30. November 2010 um 21:14 Uhr von Liesel Pusacker
Bonn – Ob die Firmen in Deutschland allerdings schon reif sind für eine radikale Hinwendung zu sozialen Netzwerken, darf bezweifelt werden. Wer sich auf Netzwerke im Internet einlässt, müsse auch bereit sein für nicht-hierarchische Kommunikationsformen und eine unkontrollierbare Dynamik, erklärt der Internetexperte Professor Peter Kruse.
Es erscheint paradox: Der arbeitende Mensch – die sogenannte “peopleware” – ist ein zentraler Faktor für die Entwicklung des Fortschritts. Dennoch ist der Mensch am Arbeitsplatz die am häufigsten vernachlässigste Einflussgröße auf dem Gebiet der Zukunftsforschung. Das geht aus einer Umfrage unter Zukunftsforschern aus Netzwerken in der gesamten Welt im 14. Bericht “2010 State of the Future” des Millennium Projects hervor, zu dem die Zukünftige Technoligien Consulting der VDI Technologiezentrum GmbH beigetragen hat.
Die prognostizierte TFR wird im Geburtenmonitor veröffentlicht und liegt für das Jahr 2010 bei 1,34 Kindern pro Frau.
Im Geburtenmonitor des RZ werden seit 2008 monatliche zusammengefasste Geburtenziffern auf der Basis amtlicher Geburtenzahlen und geschätzter Altersstrukturen von Frauen berechnet. Die Ziele des Monitors sind, zeitnah Veränderungen im Geburtenverhalten der Deutschen aufzudecken und diese so differenziert wie möglich abzubilden.
Korruption, Unterschlagung und andere Straftaten sind nicht nur in Unternehmen, sondern auch in der öffentlichen Verwaltung ein gravierendes Problem.
In deutschen Behörden verursachen kriminelle Handlungen jährlich direkte finanzielle Schäden von mindestens zwei Milliarden Euro, wobei sich allein die Korruptionsfälle (Bestechlichkeit und Vorteilsannahme) auf wenigstens 20.000 Delikte pro Jahr addieren dürften, wie aus einer Studie der Wirtschaftsprüfungs- und Beratungsgesellschaft PwC und der Martin-Luther-Universität Halle Wittenberg hervor geht. Zwischen 2008 und 2010 gab es bei 52 Prozent der befragten Behörden mindestens eine nachgewiesene Straftat oder einen konkreten Verdacht auf kriminelle Handlungen. Die Studie erfasst erstmals repräsentativ die Kriminalitätsbelastung der öffentlichen Verwaltung in Deutschland. Untersuchungsbasis ist eine Befragung von 500 Behördenvertretern sowie 1.000 Bundesbürgern durch TNS Emnid.
Im Wettbewerb um die Besetzung von Führungspositionen schätzen Frauen die eigene Leistung im Durchschnitt geringer ein als Männer. Laut einer vom Bonner Institut zur Zukunft der Arbeit (IZA) veröffentlichten Studie trägt dies maßgeblich zur Verringerung der Aufstiegschancen von Frauen bei.
Im Rahmen eines Verhaltensexperiments mussten BWL-Studenten der Universität Chicago zunächst ihre eigene Leistung aus einem früheren Experiment bewerten, in dem unter Zeitdruck einfache Rechenaufgaben zu lösen waren. Für eine korrekte Selbsteinschätzung erhielten sie Geld. Wer sich zu hoch oder zu niedrig einschätzte, ging leer aus.
13. November 2010 um 09:42 Uhr von Enrico Mascholleck
Genial oder voll daneben? Darüber streiten sich momentan die Geister. Die Frage: Kann man eine Demonstration gegen die Castor-Transporte und die aktuelle Energiepolitik als Werbebühne nutzen? Sind die Grenzen des guten Geschmacks an dieser Stelle überschritten? Eine allgemeingültige und abschließende Antwort darauf läßt sich an dieser Stelle wohl nicht finden. Eines kann man aber auf jeden Fall feststellen: Ein Ziel der Aktion – die mediale Präsenz mit geringsten Mitteleinsatz – wurde erreicht!.
Internet, Smartphone und Tablet PC werden von Verbrauchern mittlerweile häufiger und intensiver genutzt als die klassischen Medien wie TV, Radio und Print. Das ist das Ergebnis der aktuellen Onlinebefragung von Tomorrow Focus Media.
Für die Studie ‘The Digital Day’ wurden 2.021 Nutzer der Websites im Portfolio des Online-Vermarkters befragt. Dabei zeichne sie jedoch kein repräsentatives Bild der Bevölkerung, da 70 Prozent der Befragten männlich sind und die Grundgesamtheit vergleichsweise jung ist.
Im Vordergrund ein Cowboy, der lässig an seinem Pickup lehnt und seine Pferde auf der Weide stolz begutachtet. Das ist keine Szene aus einem modernen Western, sondern eine typische amerikanische Autowerbung aus den 1980ern. Zum selben Zeitpunkt sah die Autoreklame in Deutschland ganz anders aus; hier stand eher der Ingenieur im Vordergrund; was zählte waren Funktionalität, Fortschritt und Wirtschaftlichkeit.
Woher jedoch kommen die Unterschiede in der Werbung, warum setzen die Amerikaner mehr auf das Herz, wobei sich die Deutschen Autofirmen eher an den Kopf des Kunden richten?
Dr. Bettina Temath von der TU Dortmund hat versucht, genau das herauszufinden und untersuchte insgesamt 762 deutsche und amerikanische Automobilanzeigen der Jahrgänge 1980/1981 und 2005/2006. Dabei fand sie vor allem heraus, dass die Globalisierung auch in der Autobranche eine gewichtige Rolle spielt.
Der dezentrale Ausbau Erneuerbarer Energien sorgt für steigende Beschäftigung, Einkommen und Steuereinnahmen für die kommunalen Kassen. Auf 8,9 Milliarden Euro beziffert das Institut für ökologische Wirtschaftsforschung (IÖW) diese Wertschöpfungseffekte für das kommende Jahr.
Dazu steuern Ökostrom-Kraftwerke rund 7,5 Milliarden Euro bei, Anlagen zur Wärme- und Kraftstofferzeugung jeweils rund 740 Millionen Euro. Im Auftrag der Agentur für Erneuerbare Energien haben die Forscher untersucht, wie hoch die kommunale Wertschöpfung durch Erneuerbare Energien in Deutschland in den Jahren 2009 bis 2011 ausfällt.