Künstliche Kreativität: Software gestaltet Werbung

von Winfried Braun

Programm geht auf Produkt und Zielgruppe ein

Software könnte in Zukunft auch kreative Aufgaben übernehmen (Foto: pixelio.de/birgith)

Paris (pte) – Mit einer Software, die selbstständig Werbung gestalten kann, sorgen französische Entwickler derzeit für Aufsehen. Die Frage, ob Computer kreative Aufgaben erledigen können, beschäftigt die Branche schon seit Jahrzehnten. Mit der Software Creative Artificial Intelligence (CAI) legt die Pariser Agentur BETC Euro RSCG http://www.eurorscg.com nun eine Anwendung vor, in der der Computer selbst Kreativarbeit leistet, für die normalerweise Menschen gebraucht werden. Dabei soll das Programm sogar das Produkt, die angestrebte Zielgruppe und Wirkung der Kampagne berücksichtigen, berichtet die New York Times. Zu Beginn muss die Produktkategorie in das Programm eingegeben werden. Danach können das Ziel der Kampagne, zum Beispiel Aufmerksamkeit, Loyalität, höhere Verkaufszahlen, ausgewählt, und die Zielgruppe nach demographischen Kriterien festgelegt werden.

200.000 Varianten

Nachdem noch die wichtigsten Vorzüge des Produkts beschrieben werden, erstellt das Programm drei mögliche Werbe-Sujets, die sämtliche eingegebenen Kriterien berücksichtigen sollen. Die CAI-Software soll im Moment etwa 200.000 unterschiedliche Varianten davon erstellen können. Die Ergebnisse seien zwar relativ simpel, jedoch absolut praxistauglich. Sie könnten in Magazinen oder an Plakatwänden erscheinen, so die Entwickler.

Brancheninsider seien von der Software zunächst amüsiert, so Stephane Xiberras, Präsident von BETC Euro RSCG. Weniger später bekämen sie es jedoch schnell mit der Angst zu tun, denn die Software könne die selben mittelmäßigen Ergebnisse, die immer wieder von Agenturen abgeliefert werden würden, innerhalb von zehn Sekunden erstellen.

Hilfsmittel für Agenturen

In einem Jahr könnte CAI bereits zu einem ernsthaften Hilfsmittel für Agenturen und Unternehmen werden, glaubt Xiberras. Dass Menschen von der Software ersetzt werden könnten, kann er sich jedoch nicht vorstellen. CAI zeige vor allem Beispiele, wie man es nicht machen sollte, so Xiberras.

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Der Beitrag wurde am 30. August 2010 um 18:46 veröffentlicht und wurde in der Kategorie Werbung gespeichert. Du kannst Kommentare zu diesem Eintrag durch den RSS 2.0 Feed verfolgen. Du kannst einen Kommentar schreiben, oder einen TrackBack auf deiner Seite einrichten.