Büro der Zukunft erhöht Mitarbeiter-Kreativität

von Winfried Braun

raumplaner_daniel_rindlisbacher1Offene Arbeitslandschaften erfordern integrale Office-Möbel
 
Raumplaner und IKB-Chef Daniel Rindlisbacher (Foto: Fotodienst/Martina Draper)
 
Wien (pte) – Die Lebens- und Arbeitswelten haben sich in den vergangenen Jahrzehnten massiv verändert. Das innovative Architekturkonzept “Büro der Zukunft” erhöht vor allem die Kreativität der Mitarbeiter. Der Schweizer Büroplaner Daniel Rindlisbacher http://ikb.ch kommt zu dem Schluss, dass viele Unternehmen dem Begriff jedoch noch zu wenig Beachtung schenken. Gegenüber pressetext weist der Experte darauf hin, dass “positive Unruhe” im Büroalltag durch Rückzugsnischen effizienzsteigernd wirkt.

Flexibilität im Fokus

Das Arbeiten an vielseitig nutzbaren Arbeitsplätzen muss sich im Büro der Zukunft aber nicht komplett von Standardisierungen verabschieden. Rindlisbacher sieht es als erwiesen an, dass Veränderungen im starren Arbeitsplatzumfeld einen maximalen Wohlfühleffekt erzielen. Neben integralen Großraummöbeln sieht er vor allem bei der Fußbodengestaltung mit Gras oder anderen Stoffen statt Parkett oder Linoleum lohnende Alternativen. Denn dies steigere nicht nur den Ideenreichtum, sondern lockere zudem den Büroalltag auf.

Eine zeitgemäße und integrale Bürokonzeption, die zugleich offen ist, sollte sich an den Bedürfnissen der Mitarbeiter orientieren. Vorgefasste Meinungen bei der Planung sind nicht zielführend. Reine Kosten-Nutzen-Rechnungen scheinen überholt. Da Menschen im Web-2.0-Zeitalter flexibel sowie zeit- und ortsunabhängig arbeiten, stellt dies Büromöbelhersteller vor große Herausforderungen. Denn diese müssen den Spagat zwischen Standardisierung, Kosteneffizienz und Produktakzeptanz durch die Kunden meistern.

Möbel als Ausdruck von Corporate Identity

“Eine aktuelle Büroraumgestaltung schafft es, eine Vielzahl von Spannungsbögen erfolgreich zu einem Gesamtkonzept zu vereinen, das ein Spiegelbild des Unternehmens ist”, so Friedrich Blaha, Geschäftsführer des Office-Möbel-Spezialisten Blaha http://blaha.co.at, im pressetext-Interview. Das zu den führenden Büromöbelherstellern Österreichs zählende Unternehmen hat unlängst einen Workshop mit dem Titel “m2 oder 2m – Bürokonzeption zwischen Flächenoptimierung, Motivation und Marketing” im Büro Ideen Zentrum in Korneuburg bei Wien ausgerichtet.

Möbel, die zur Corporate Identity eines Unternehmens passen, müssen laut Blaha die Identität einer Firma widerspiegeln. “Wir analysieren die Ziele, Werte, Prozesse des Unternehmens sowie die Beziehungen, die innerhalb und nach außen zu Kunden, Lieferanten und Stakeholdern bestehen”, erläutert Blaha gegenüber pressetext. Aber auch die Berücksichtung der zukünftigen Unternehmensentwicklung ist wichtig. Diese bezieht sich neben einer generellen Strategie auch auf die Mitarbeiter, deren Leistungen und deren Altersstruktur.

Laut Rindlisbacher ist das Konzept des Büros der Zukunft nur schwer zu definieren. “Änderungen müssen zuerst im Kopf stattfinden”, so der Büroplaner. Architekten sollten sich daher dem Maximum an Flexibilität verschreiben und während sowie nach der Realisierung als Mediator zwischen Kunden und Architekten agieren. Das Büro der Zukunft ist für den Schweizer noch am ehesten mit dem Begriff der “Arbeitslandschaften” zu definieren. Die Aufgabe bestehe auch in der Bewusstseinsschaffung.

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Ein Kommentar

  1. Eine Arbeitslandschaft mit Rasenboden hört sich ganz reizvoll an. Für Stöckelschuhe ist dies allerdings weniger geeignet.
    Ich glaube, dass die Arbeitswelten von heute und morgen unterschiedliche Räume zur freien Nutzung der Mitarbeiter bereit stellen sollten, um kreative Phasen zu fördern, genauso wie administrative Tätigkeiten zu ermöglichen, um Konzentration zu erlauben und Kommunikation zuzulassen. Dass dies alles nicht im gleichen Raum, wahrscheinlcih von mehrern Mitarbeitern besetzt, gleichzeitig und parallel stattfinden kann, liegt auf der Hand. Schon fast zwanzig Jahre hat sich auch das Fraunhofer Institut für Arbeitsorganisation IAO damit befasst (Office 21). Die heutige Realität lässt sich bei aller Forschung mager an.

    am 04. 03. 2010 um 21:51 Uhr von ElliPirelli

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Der Beitrag wurde am 3. März 2010 um 06:59 veröffentlicht und wurde in der Kategorie Märkte & Branchen gespeichert. Du kannst Kommentare zu diesem Eintrag durch den RSS 2.0 Feed verfolgen. Du kannst einen Kommentar schreiben, oder einen TrackBack auf deiner Seite einrichten.