Google macht Gelben Seiten Konkurrenz

von Winfried Braun

werbung-im-telefonbuchGeschäfte, Restaurants und Co werden für 25 Dollar gelb hinterlegt

Google möchte der Werbung im Telefonbuch Konkurrenz machen (Foto: pixelio.de)

Mountain View (pte) – Das Geschäftsmodell der Gelben Seiten, die zentrale Sammlung von Unternehmen unterschiedlicher Branchen, könnte nun von Google bedroht werden. Google seien bereits die neuen Gelben Seiten, vermuten manche, so die New York Times. Gegen eine Gebühr von 25 Dollar im Monat können Sucheinträge gelb hinterlegt werden und stechen so gegenüber anderen Einträgen hervor. Dabei dürfte die Wahl der Farbe kein Zufall sein. Der neue Google-Service heißt Enhanced Listings und wird bereits seit wenigen Wochen ohne viel Aufmerksamkeit in Houston und San Jose getestet.

Vor allem das junge Publikum, das eher am Handy nach Information sucht, anstatt ein Telefonbuch aufzuschlagen, soll mit dem neuen Dienst erreicht werden. Das Ende der Gelben Seiten ist damit zwar noch lange nicht gewiss, die Strategie von Google zeigt jedoch eine der entscheidensten Herausforderungen für Online-Werbung. Kleine Unternehmen machen in den USA einen Großteil der Wirtschaft aus, spielen jedoch bei Werbung im Internet kaum eine Rolle. Angebote wie dieses sind jedoch – besonders wegen der geringen Kosten – genau auf diese Betriebe zugeschnitten.

Dabei ist dieser Werbemarkt äußerst lukrativ. Nach Schätzung machen die Werbeausgaben der Kleinunternehmen pro Jahr etwa 29 Mrd. Dollar aus. Seit langem wird versucht, diesen Sektor für Online-Werbung zu gewinnen, bislang sind die Versuche jedoch gescheitert. Erfolgreich waren hingegen Unternehmen, die mit großem Personalaufwand direkten Kontakt zu den Werbekunden pflegen wie zum Beispiel die Gelben Seiten. Google sei Konkurrent und Partner, so Negley Norton von der Yellow Pages Association http://www.ypassociation.org. Obwohl sich der Online-Sektor schnell entwickle, seien die Gelben Seiten jedoch noch immer stark aufgestellt.

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2 Kommentare

  1. Ich könnte mir vorstellen, dass sich beide Kanäle nach gewisser Zeit etablieren.

    am 20. 02. 2010 um 22:00 Uhr von ElliPirelli
  2. Das Thema muss für KMUs auch “konsumierbar” sein. Nur gelb einfärben wäre sicher zu kurz gedacht…


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Der Beitrag wurde am 16. Februar 2010 um 06:52 veröffentlicht und wurde in der Kategorie Online-Marketing gespeichert. Du kannst Kommentare zu diesem Eintrag durch den RSS 2.0 Feed verfolgen. Du kannst einen Kommentar schreiben, oder einen TrackBack auf deiner Seite einrichten.