Medien unschuldig am Kopfweh der Jugend
von Winfried Braun
Statistisch nur Zusammenhang mit Musikkonsum feststellbar
Verursacht Musik Kopfschmerz oder lässt sie ihn besser ertragen? (Foto: pixelio.de/Neumann)
München (pte) – Computerspiele, Handy und Fernsehen dürften zumindest bei Jugendlichen nicht zu Kopfweh oder Migräne führen. Zu diesem Schluss kommen Forscher der Universität München http://www.med.uni-muenchen.de im Online-Magazin BMC Neurology. Ihre Untersuchung von 1.000 Heranwachsenden im Alter zwischen 13 und 17 Jahren zeigte, dass Kopfweh zwar bei Musikhörern vermehrt vorkommt, während jedoch kein statistischer Zusammenhang mit elektronischen Medien feststellbar ist.
Bekannt ist bisher, dass bestimmte langfristige Gesundheitsschäden häufiger bei Jugendlichen mit exzessivem Medienkonsum vorkommen. Darunter zählt man etwa Übergewicht und fehlende Bewegung, unspezifische Symptome wie Müdigkeit, Stress und Konzentrationsprobleme oder auch Schlafstörungen. “Ob Mediennutzung auch mit Kopfweh zusammenhängt, wurde bisher nie untersucht”, berichtet Studienautorin Astrid Milde-Busch.
Musik, die Kopfweh bereitet oder lindert
Die Forscherin befragte 500 Jugendliche, die über häufiges Kopfweh klagten, sowie eine gleich große Gruppe ohne diesem Leiden. Beide Gruppen unterschieden sich kaum, was Fernsehen, Videospiele, Handy- oder Computernutzung betrifft. Allerdings war die Dauer des täglichen Musikhörens bei allen Kopfschmerz-Arten höher. Ursache und Wirkung könne man in diesem Fall jedoch kaum auseinanderhalten. “Entweder geht das Kopfweh auf das Musikhören zurück oder die Jugendlichen versuchen sich durch Musik zu entspannen, um damit Kopfschmerzen zu lindern”, so die Münchner Forscherin.











