Live-Oper im Kino schreibt neue Rekorde
von Liesel Pusacker
Übertragungen aus der New York Met immer beliebter
Oper im Kino verzeichnet wachsende Besucherzahlen (Foto: pixelio.de, KFM)
New York/München (pte) – Die Live-Übertragungen von Vorstellungen aus der Metropolitan Opera New York haben in den vergangenen knapp drei Jahren eine stets wachsende Besucherzahl in die Kinos gelockt. Zuletzt sorgte die Vorführung von Bizets “Carmen” sogar für einen neuen Rekord. Weltweit hatten mehr als 240.000 Zuseher die Aufführung auf der Leinwand verfolgt. Davor lag die Bestmarke bei rund 197.000 Gästen, die im März des Vorjahres die Übertragung von “Madame Butterfly” in den Kinosälen besuchten.
“Die Zahl der beteiligten Kinos wurde in den vergangenen Jahren deutlich erhöht. Immer mehr Säle sind digitalisiert”, betont Katja Raths, Leiterin der klassischen Musikabteilung bei der Tele München Gruppe http://www.tmg.de, Initiatorin der Übertragungen nach Deutschland und Österreich, im Gespräch mit pressetext. Innerhalb von drei Jahren verzehnfachte sich die Zahl der Kinos auf über 50, die hierzulande Opern aus New York übertragen.
Besucherzahl verdoppelt
Der Erfolg des Projekts ist Raths zufolge neben einer starken Mundpropaganda auf die einwandfreie Übertragung in Bild und Ton zurückzuführen. “Außerdem überzeugt die Qualität der Met. Andere Opernhäuser sind mit ähnlichen Projekten gescheitert”, meint Raths. 2007 starteten die Übertragungen aus New York in Deutschland und Österreich (pressetext berichtete: http://pressetext.com/news/071211032/). Seither hat sich die Zahl der Besucher auf über 65.000 mehr als verdoppelt. In weltweit 44 Ländern wohnten den Vorstellungen in dieser Opernsaison bereits über 1,6 Mio. Menschen bei.
“Das traditionelle Opern-Publikum wird immer älter. Durch die Live-Übertragungen wurden junge Leute bedeutend aufgeschlossener gegenüber klassischer Musik als zuvor”, meint Raths gegenüber pressetext. Dabei spiele der Kostenfaktor eine wesentliche Rolle. Mit den vergleichsweise günstigen Vorstellungen im Kino habe man eine neue Zielgruppe für die Oper erschlossen.











