BDI: Steuerliche Forschungsförderung bringt drei Mal mehr, als sie kostet

von Winfried Braun

bdi

Berlin (ots)

- Neue BDI-Berechnung: Zwölf Milliarden Euro zusätzliche Wertschöpfung
- Nicht auf kleine Unternehmen beschränken
- Komplette Refinanzierung für den Staat

“Eine steuerliche Forschungsförderung für alle Unternehmen ermöglicht zwölf Milliarden Euro zusätzlicher Wertschöpfung. Sie bringt annähernd das Dreifache dessen, was sie kostet. Sie rechnet sich also für die Wirtschaft und den Staat.” Das sagte der Vorsitzende des BDI/BDA-Ausschusses für Forschungs-, Innovations- und Technologiepolitik, Andreas Barner, in Berlin.

“Deutschland muss im Förder-Niveau mit konkurrierenden OECD-Ländern wie den USA, Großbritannien, Frankreich, Österreich, Kanada oder Australien gleichziehen”, forderte Barner. “Ein höherer Aufwand für Forschung und Entwicklung (FuE) würde in den folgenden Jahren zu einer zusätzlichen Wertschöpfung führen und die Wirtschaft auf einen höheren Wachstumspfad bringen.”

Die Industrie investiert über 40 Milliarden Euro in (FuE). Eine wirksame steuerliche Forschungsförderung würde den Unternehmen ermöglichen, zehn Prozent ihrer Aufwendungen von der Steuerschuld abzuziehen. Dadurch würde der Staat zunächst vier Milliarden Euro weniger Steuern einnehmen. “Die Unternehmen investieren diese Ersparnis jedoch unmittelbar wieder in Forschung und Entwicklung”, sagte Barner. “Dies bestätigen alle empirischen Erhebungen.” Die sich daraus ergebenden zwölf Milliarden Euro zusätzlicher Wertschöpfung entsprächen knapp einem halben Prozent des Bruttoinlandsprodukts (BIP).

Informationen im Internet unter
http://www.bdi.eu/download_content /ForschungTechnikUndInnovation/Wachstumswirkungen.pdf

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2 Kommentare

  1. Forschungsförderung. In den neunziger Jahren investierte Japan zum Beispiel 10 mal soviel in die Forschungsförderung wie Deutschland. Mit dem Resultat, dass die Asiaten ganz vorne waren, nun hat old urope hoffentlich etwas aufgeholt.

    am 30. 11. 2009 um 18:23 Uhr von ElliPirelli
  2. Das Forschung nicht der Forschung wegen erfolgt, sondern der Wertschöpfung dient, dürfte unbestritten sein. Aber welches Ziel würde denn mit einer Steuerersparnis verfolgt? Eigentlich sollte es doch im Eigeninteresse der Unternehmen liegen zu forschen um damit die eigene Marktstellung auszubauen oder zu verteidigen. Würde ohne Steuerersparnis nicht mehr geforscht? Oder im Umkehrschluss: Würde denn mit einer Steuerersparnis auf Forschung wirklich mehr geforscht? Oder würden in den deutschen Unternehmen dadurch wirklich mehr Mittel für die Forschung bereitgestellt?

    am 05. 12. 2009 um 14:14 Uhr von Enrico Mascholleck

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Der Beitrag wurde am 30. November 2009 um 06:09 veröffentlicht und wurde in der Kategorie Studien & Umfragen gespeichert. Du kannst Kommentare zu diesem Eintrag durch den RSS 2.0 Feed verfolgen. Du kannst einen Kommentar schreiben, oder einen TrackBack auf deiner Seite einrichten.