Gesundheitsrisiko Arbeitsplatz

von Ralf Kosub

copyright-rak-0620046,3% der Erwerbstätigen, das sind etwa 2,4 Millionen Personen, leiden an erwerbsbedingten Gesundheitsbeschwerden. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) mitteilt, ist dies eines der Ergebnisse einer Zusatzerhebung zur EU-harmonisierten Arbeitskräftestichprobe aus dem Jahr 2007, bei der rund 80 000 Personen zu Arbeitsunfällen, arbeitsbedingten Gesundheitsbeschwerden sowie psychisch und physisch belastenden Faktoren der Arbeit befragt wurden.

Personen mit erwerbsbedingten gesundheitlichen Problemen gaben weit überwiegend Beschwerden des Bewegungsapparates an, wobei Rückenleiden bei knapp einer Million der Erwerbstätigen (2,6%) im Vordergrund standen. Stress oder Beklemmungen, die dem Bereich psychischer Erkrankungen zuzuordnen sind, wurden von 0,6% der Erwerbstätigen (rund 215 000 Personen) in der Befragung angegeben.

Die Ergebnisse der Befragung zeigen, dass arbeitsbedingte Gesundheitsprobleme mit zunehmendem Alter der Erwerbstätigen verstärkt auftreten. Dabei spielt das Geschlecht keine entscheidende Rolle. Ein bedeutender Einflussfaktor für das Entstehen von Gesundheitsproblemen ist die ausgeübte Tätigkeit. So sind Anlagen- und Maschinenbediener sowie Arbeitskräfte in landwirtschaftlichen Berufen am häufigsten von rein körperlichen Erkrankungen betroffen.

Auch bei Führungskräften und Wissenschaftlern sind Beschwerden des Bewegungsapparates das häufigste Gesundheitsproblem, doch treten bei Letzteren vergleichsweise häufiger auch psychische Erkrankungen auf.

Ausführlichere Informationen zu arbeitsbedingten Gesundheitsproblemen sowie physischen und psychischen Belastungsfaktoren der Arbeit bietet ein heute veröffentlichter Artikel im STATmagazin des Statistischen Bundesamtes: http://www.destatis.de, Pfad: Publikationen –> STATmagazin.

Quelle: Statistisches Bundesamt, 01.09.2009

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Ein Kommentar

  1. irgendwie ist es natürlich auch evident, dass dort, wo man neben dem Schlafen, die meiste Zeit verbringt, nänmlich bei der Arbeit, man gesundheitichen Einflüssen ausgesetzt ist, Rückenprobleme sind seit Jahrzehnten die Volkskrankheit Nr. 1, vor allem bei Menschen, die jenseits der 40 sind.

    Hinzu kommen aber meiner Meinung nach noch neue, der Informationsgesellschaft geschuldete gesundheitliche Belastungen. Noch ist nicht erprobt, wie 20 Jahre Dauerarbeit mit dem PC, das ständige Blicken auf Monitore, die Berabeitung von e-Mails unter enormem Zeitdruck, die Haltung vor dem PC etc. des Menschen Gesundheit nachhaltig beeinflusst. Nach der Generation der Rückenkranken, so vermute ich, kommt voraussichtlich die Generation “Auge und Nacken”, zusätzlich zum Rücken, versteht sich…

    am 11. 10. 2009 um 19:31 Uhr von ElliPirelli

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Der Beitrag wurde am 6. Oktober 2009 um 21:18 veröffentlicht und wurde in der Kategorie Studien & Umfragen gespeichert. Du kannst Kommentare zu diesem Eintrag durch den RSS 2.0 Feed verfolgen. Du kannst einen Kommentar schreiben, oder einen TrackBack auf deiner Seite einrichten.