Maoam-Männchen unter Pornoverdacht
von Enrico Mascholleck
Wie die Rheinische Post berichtet, sorgt ein buntes Männchen in Großbritannien für helle Aufregung: das Maoam-Männchen. Stein des Anstoßes sind die „pornografischen Posen des frechen Früchtchens“.
Ein Familienvater aus York brachte die Lawine ins Rollen. Nachdem er seinen Kindern Benjamin und Ofelia eine Packung Maoams kaufte und er Zitrone und Limone in einer Position entdeckte, die ihn an einen sexuellen Akt erinnerten, war er geschockt. In seiner Empörung wandte er sich an das britische Massenblatt Sun und erklärte u.a.: „ Die Limone, die ich in dieser Kuppelei für einen Gentlemen halte, hat einen besonders aufreißerischen Gesichtsausdruck.“
Mr. Simon Simpkins steht dabei mit seiner Meinung nicht alleine. Auch der Schülerrat des katholischen Jesuiteninternates St. Blasien im Schwarzwald hatte kürzlich einen Beschwerdebrief an den Hersteller der Süßwaren geschrieben in dem er seine Empörung zum Ausdruck brachte: „Wir sind schockiert über die schamlose Darstellung von sexuellen Praktiken auf der Verpackung. Hier werden unter anderem der Coitus, Fellatio und Cunnilingus angedeutet”.
Betrachtet man die kleinen Männchen auf der Verpackung mal genauer, so ist beim besten Willen nichts Derartiges festzustellen. Entweder muss man schon wirklich eine sehr, sehr ausgeprägte Phantasie besitzen oder aber mit einer gewaltigen Überdosis Maoam im Zuckerschock liegen. Oder … oder es handelt sich einfach nur um eine PR-Kampagne aus dem Hause Haribo. Letzteres bewahrheitete sich. Ob sich durch diese Aktion Maoam nun zum Bestseller im Süßwarenregal entwickelt, wird die Zeit zeigen. Aber die Aktion selbst ist ein gelungenes Beispiel für die Wirksamkeit von PR … alle reden darüber!











