Einheitlicher „CO2-Fußabdruck“ für Waren und Dienstleistungen

von Ralf Kosub

Im Auftrag des Bundesumweltministeriums hat das Freiburger Öko-Institut Vorschläge entwickelt, wie man die Klimabilanz von Produkten und Dienstleistungen künftig einheitlich kennzeichnen kann. Mehr als 200 Vertreter aus Wissenschaft, Verbänden, Wirtschaft und Politik berieten in Berlin auf der Konferenz „CO2-Kennzeichnung von Waren und Dienstleistungen“ über Möglichkeiten für einheitliche „Product Carbon Footprints“ (CO2-Fußabdruck). Vor diesem Hintergrund erarbeiten Bundesumweltministerium und Umweltbundesamt zusammen mit dem Öko-Institut und Teilen der privaten Wirtschaft derzeit einen Leitfaden für Unternehmen, die die CO2-Bilanz ihrer Produkte und Dienstleistungen darstellen möchten.

Grundsätzlich ist es jedoch sinnvoll, für Produkte und Dienstleistungen nicht nur die CO2-Bilanz kenntlich zu machen, sondern alle umweltrelevanten Aspekte herauszustellen – vom Flächenverbrauch bis hin zu Wasser- und Schadstoffbelastungen. So werden beim Umweltzeichen Blauer Engel seit langem alle umweltrelevanten Kriterien berücksichtigt, darunter auch der „CO2-Fußabdruck“. Die Vergabe des Blauen Engels wurde zudem auf besonders klimarelevante Produkte ausgeweitet.

Rund 30 Produktgruppen werden in diesem Bereich derzeit bewertet. Bis Ende 2011 sollen 100 Warengruppen und Dienstleistungen, die besonders das Klima schonen, einen Blauen Engel tragen können.

Weitere Informationen:
www.blauer-engel.de
www.pcf-project.de

Quelle: BMU-Pressereferat, 03.07.2009

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3 Kommentare

  1. Ob carbon foodprint oder blauer Engel – generell gute Idee.
    Nur langsam frage ich mich, ob die Kennzeichnungswut bei Produkten nicht auch überhand nimmt.
    Wer kann/will das denn alles lesen und dazu auch noch auseinanderhalten. Mit jedem neuen Zeichen werden auch die Bürger/Konsumenten dazu aufgefordert, sich schon beim (mitunter schnellen) Kauf ausführlich über diese und jene Eigenschaft des Produktes zu informieren.

    Das Kleingeschriebene, häufig zu Kleingeschriebene, etwa zur Zusammensetzung von Lebensmitteln, können habe oft nur noch Jugendliche mit häs´chenklaren Augen noch entziffern.

    Der Rest der Bevölkerung kauft mehr oder minder halbblind oder blind.

    am 21. 07. 2009 um 18:01 Uhr von Liesel Pusacker
  2. Der “CO2-Fußabdruck” sollte durch ein eindeutiges Symbol gekennzeichnet sein. Und die näheren Angaben sollten in einer 10 Punkt großen Schrift dabei stehen, damit es jeder lesen kann.

    am 21. 07. 2009 um 20:46 Uhr von Pelle Hozzo
  3. Ob sich dadurch wirklich etwas wesentliches ändert, steht wohl in den Sternen … Es wird sich wohl ähnlich wie bei den Angaben bei Zigaretten verhalten: Überall steht drauf wieviel Nikotin und Teer in einer Zigarette ist, aber den Aussschlag für die Kaufentscheidung geben diese Angaben – milde ausgedrückt – anscheinend nicht in jedem Fall.

    am 25. 07. 2009 um 09:42 Uhr von Enrico Mascholleck

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Der Beitrag wurde am 19. Juli 2009 um 17:46 veröffentlicht und wurde in der Kategorie Marketing & Kommentare gespeichert. Du kannst Kommentare zu diesem Eintrag durch den RSS 2.0 Feed verfolgen. Du kannst einen Kommentar schreiben, oder einen TrackBack auf deiner Seite einrichten.