Puzzle war gestern – Die Welt von morgen braucht vor allem Eines: Kreativarbeiter!
von Liesel PusackerMarketingGuerilla: Was hat sie dazu gebracht sich mit diesem Thema näher zu beschäftigen?
Imke Keicher: Als Zukunftsforscherin beschäftige ich mich schon viele Jahre mit der Veränderung in der Arbeitswelt. Und als Unternehmensberaterin komme ich mit vielen Menschen in Kontakt und habe in den letzten Jahren die immer stärker werdende Unsicherheit und Angst erlebt, die sie mit ihrer „Arbeits-Zukunft“ verbinden. Dieser Angst kann man am besten begegnen, wenn man sich ein möglichst umfassendes Bild von dem macht, was uns erwartet. Wir haben uns mit diesem Buch zur Aufgabe gemacht, die Veränderungs-Puzzzleteile zu einem Bild zusammenzusetzen, das jeder verstehen kann. Denn auch wenn es in Zukunft keine Patentrezepte mehr gibt, wir können durchaus einen Orientierungsrahmen geben und die großen Veränderungsbewegungen beschreiben, damit die Menschen sich überlegen können, wie sie sie ihre Zukunft eigenverantwortlich gestalten wollen.
MarketingGuerilla: Ich habe selbst erlebt, dass das Publikum bewegt ist, wenn Sie über Ihr Buch berichten oder daraus vortragen. Wie erklären Sie sich das?
Imke Keicher: Das liegt wohl daran, dass es wirklich ein Thema ist, das jeden einzelnen angeht, das mit vielen persönlichen Hoffnungen, Ängsten und Sehnsüchten gekoppelt ist. Auch außerhalb meiner Vorträge treffe ich viele Menschen, die sich in einer persönlichen Umbruchsituation befinden und auf der Suche nach Orientierungspunkten sind.
MarketingGuerilla: Auf welches neue Thema dürfen wir gespannt sein?
Imke Keicher: Das ist noch nicht ganz klar. Aber mich bewegen zurzeit Fragestellungen wie: was bedeutet „Lebendigkeit“ für ein Unternehmen oder wie können wir die großen, unsichtbaren Kräfte, die unser tagtägliches Verhalten steuern, in der Hirnforschung nennt man das Autopilot, sichtbar und damit gestaltungsfähig machen. Bin für alle Hinweise und spontanen Ideen zu diesem Thema dankbar.
MarketingGuerilla: Vielen Dank, Frau Keicher.
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