ZAW warnt vor Werbedelle
von Katharina Niehus2008, das Jahr der Flaute: "Die Werbekonjunktur in Deutschland schwächelt", verkündet der Zentralverband der deutschen Werbewirtschaft (ZAW) via "Handelsblatt". In den ersten vier Monaten des Jahres stiegen die Brutto-Werbeausgaben laut Nielsen Media Research nur um 1,3 Prozent gegenüber dem Vorjahr.
2007 waren die Umsätze im Gesamtmarkt noch um zwei Prozent auf über 30 Mrd Euro gestiegen. Die Werbeagenturen selbst hatten letztes Jahr um sieben Prozent zugelegt – doch für 2008 rechnet Serviceplan-Chef Florian Haller mit einem Einbruch: "Ich halte zwei bis drei Prozent für realistisch". Deutlich weniger also als die GWA-Prognose von fünf bis sechs Prozent.
Auch Grey-Chef Uli Veigel beurteilt den Werbemarkt derzeit als "schwierig".
Die Werbeflaute liegt offenbar vor allem an drei Entwicklungen: Wegen steigender Rohstoffpreise sinken die Marketingausgaben von Lebensmittelherstellern, die Konsumstimmung ist insgesamt gedrückt. Die Kontroverse um die Rabattmodelle der Fernsehsender hat die Kunden verunsichert. Und auch der Trend zur Online-Werbung nebst kurzfristiger Mediaplanung setzen dem klassischen Geschäft zu (Quelle: wuv).











