Von Greypfurt, Gurgen und Ananässer
von Ralf Kosub
Wundersames aus der Welt der Werbung. Ein echter Leckerbissen …
Speisekarten sind besonders gefährdet, und Werbeprospekte gibt es eigentlich nie ohne. Ein fehlerfreies Hinweisschild ist eine Rarität, und die Tageszeitungen beliefern uns kostenfrei mit den neuesten Nachrichten aus Politik, Kultur und Sport: die kleinen Verschreiber, die falsch gesetzten Apostrophe, die gefühlten Kommas, die missverständlichen Anweisungen und die unfreiwillig komischen Wortgebilde. Da wird der Müll nicht mehr nach Bioabfall, Glas oder Verpackung getrennt, sondern zwischen Restmüll und Mieter unterschieden. Wer feiert Hallowien? Und wo bekommt man diese süßen Sweet-Shirts? Bei Schnitel mit Championg und Pharmaschinken vergeht uns der Appetit, aber glücklicherweise nicht der Humor.
Seit Bastian Sick seine Internet-Kolumne “Zwiebelfisch” schreibt, erreichen ihn täglich die mal komischen, mal erschreckenden Entdeckungen seiner Leserinnen und Leser. Diese Fundstücke hat er zusammengestellt und mit Kommentaren versehen. Herausgekommen ist das bizarrste Deutschlesebuch der Welt.
Bastian Sick, Happy Aua – Ein Bilderbuch aus dem Irrgarten der deutschen Sprache, Kiepenheuer & Witsch, Köln, 2007, ISBN 978-3-462-03903-0, 9,95 €
Informationen zum Autor:
Bastian Sick, Jahrgang 1965, Studium der Geisteswissenschaft und Romanistik, Tätitkeit als Lektor und Übersetzer; von 1995 – 1998 Dokumentationsjournalist beim SPIEGEL-Verlag, ab Januar 1999 Mitarbeiter der Redaktion von SPIEGEL ONLINE. Dort seit Mai 2003 Autor der Kolumne “Zwiebelfisch”.











