Sven Bioly: “Ein gutes Netzwerk ist der Erfolgsfaktor”
von Martin Henseler4. Vortragsabend der MarketingGuerilla
Am 10. Juli haben sich Mitglieder und Freunde der MarketingGuerilla zum 4. Vortragsabend im Bonner Restaurant Optja getroffen. In seinem Vortrag mit dem Titel „Der effektive Marketing-Mix – Neue Trends in der Vermarktung von Veranstaltungsstätten” schlug Sven Bioly einen Bogen von den Grundlagen des Veranstaltungsmarketing über Standortmarketing bis hin zu Kommunikationsinstrumenten im Eventmanagement. Bioly engagiert sich seit Jahren als Veranstalter großer Sportevents, ist derzeit hauptberuflich Senior Marketing Manager bei der Bochumer Veranstaltungs GmbH und verantwortlich für die Vermarktung von vier überregional bekannten Spielstätten, unter anderem des “RuhrCongress Bochum” und der “Jahrhunderthalle Bochum”.
Zielgruppen für Veranstaltungsstätten seien zum einen die Entscheider in Unternehmen, Künstler- und Veranstaltungsagenturen, zum anderen die Veranstaltungsbesucher, erläuterte Bioly. Dementsprechend sei die Kommunikation dual geprägt: Während Entscheider in intensiver, sowohl sachlich wie emotional geprägter, direkter Kommunikation angesprochen werden, erreiche man Besucher als Endkunden eher indirekt , wodurch das öffentliche Image einer Spielstätte herausragende Bedeutung erlange.
Neben der richtigen Zielgruppenansprache sei die strategische Positionierung der Veranstaltungsstätte ein wichtiger Erfolgsfaktor. Aus den Stärken und Schwächen der einzelnen Veranstaltungsstätten werde üblicherweise ein Produkt-Portfolio abgeleitet und die jeweilige Zielgruppe dafür definiert. Zu den Zielgruppen werden dann die jeweiligen affinen Medien bestimmt.
Ein überaus wichtiges Kommunikationsinstrument sei die Pressearbeit, so Bioly. Je nach Zielgruppe werden Artikel in Fachzeitschriften oder Tageszeitungen platziert, um das Image der jeweiligen Veranstaltungsstätte zu transportieren. Für die Geschäftsanbahnung seien zudem exzellente Kontakte zu den Entscheidern notwendig. Diese Kontaktnetzwerke bildeten sich häufig außerhalb normaler Geschäftzeiten. Freizeitlokalitäten, in denen sich Entscheider gerne aufhalten, werden beispielsweise systematisch zur Kontaktpflege genutzt.













